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Das Akkordeon Orchester Siegerland auf Tour

Jeden Tag eine gute Tat. Getreu diesem alten Pfadfindermotto hat das Akkordeonorchester Siegerland am vergangenen Wochenende gleich zweimal aufgespielt. Einmal im Haus Abendfrieden in Hilchenbach-Helberhausen und einmal im Marienheim in Siegen-Weidenau.

Dabei gingen am Samstag etliche Stoßgebete gen Himmel, da Corona bedingt nur Open-Air-Konzerte stattfinden können. Doch just um 15.30 Uhr zeigte sich Petrus über dem Gelände des zur Dorea-Familie gehörenden Altenheims gnädig und ließ sogar ein paar Sonnenstrahlen auf den von Dr. Peter Neuhaus so bezeichneten „Konzertgarten“ niederstrahlen. So konnten die Bewohner des Hauses Abendfrieden- teils in Decken gehüllt-einen entspannten und schönen Nachmittag mit den 11 Musikern des Akkordeon Orchester Siegerland genießen. Sie ließen es sich nicht nehmen, im Rhythmus zu bekannten Melodien wie der Titelmelodie aus Miss Marple, dem Krimi-Puzzle und der allseits beliebten Polka Böhmischer Traum mitzuklatschen.

Kalte Hände kannten die Spieler des Orchesters nicht, deren Finger in gewohnter Qualität und einer Extraportion Spiellaune, z. B. bei dem Stück „The Typewriter“, über die Tasten huschten. Erinnerungen an die gute alte Zeit, in der man noch Briefe auf der Schreibmaschine verfasste, zauberten dem begeisterten Publikum ein Lächeln ins Gesicht.

Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass das Publikum – nach kräftig mitgeklatschter Zugabe, dem Radetzky-Marsch – die Musiker nur mit dem Versprechen, bald wiederzukommen, davonziehen ließ.

Die nächste gute Tat dann am Sonntag, Marienheim, Siegen-Weidenau, 15:30 Uhr. Mit bester Laune und Sonnenschein empfingen die Bewohner und Mitarbeiter das Orchester draußen auf dem pittoresque gestalteten Innenhof der Anlage. Auch hier gab es eine bunte Mischung verschiedenster Spielrichtungen. Ganz einfühlsam interpretierte das AOS eigens für das Akkordeon geschriebene Stücke, wie „A New Beginning“. Es wechselten sich moderne Stücke wie einer Akkordeonbearbeitung des Queen`schen Meisterwerks Bohemian Rhapsody mit den Zuhörern aus ihrer Sturm und Drangzeit bekannten Stücken wie dem Klassiker Sway ab. Wieder einmal zeigte sich, wie wichtig, gerade in dieser Zeit, der Zusammenhalt in der Gesellschaft doch ist, in der viel zu oft die Alten und Schwachen, vergessen werden. Daher verabschiedete sich das Orchester mit dem Versprechen und dem Titel „Wir halten zusammen“ von seinem Publikum.

Wenn hier noch nur die Zehenspitzen wippten, hielt es bei der Zugabe, auch hier dem Radetzky-Marsch, kaum noch einen ruhig auf seinem Platz, sodass einige Zuschauer kurzerhand den Marsch zu einer „Marschpolonaise“ veredelten.

Lautstarker Applaus

Das Akkordeonorchester Siegerland verzauberte das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm im Siegener Schlossgarten.

Beeindruckendes Konzert mit dem Akkordeonorchester Siegerland
Von Rock- und Popmusik über volkstümliche Weisen bis Filmmusik reichte das facettenreiche Programm.

Da kam schnell Freude auf. Das Akkordeonorchester Siegerland unter der Leitung von Philippe Mascot brachte beim Konzert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sonntagnachmittag um 4“ im Siegener Schlossgarten mit einem vielfältigen Programm, bestehend aus Rock- und Popmusik, volkstümlichen Weisen sowie Filmmusik, frischen Wind in die Reihen und sorgte so für einen abwechslungsreichen Nachmittag.
Los ging es mit dem ruhig, sanften Stück „A New Beginning“, anschließend präsentierte das Orchester den Soundtrack zu der Krimiserie „Miss Marple“. Hier konnte man sich richtig gut vorstellen, wie die ältere Dame gerade in einem ihrer Kriminalfälle
ermittelt. Ein wahrer Ohrenschmaus war das Stück „Bohemian Rhapsody“ der englischen Rockband-Legende Queen. Dabei beeindruckte das Akkordeonorchester mit seiner souveränen Spielfreude.
Schwungvoll ging es weiter mit der Polka „Böhmischer Traum“, die so manchen Besucher zum Mitwippen veranlasste. Mit Leonard Cohens „Hallelujah“ berührten die Musiker/-innen das Publikum in besonderer Weise. Die zarten und lieblichen Klänge der Titelmusik des italienischen Films „Il Postino“ („Der Postmann“) verzauberten die Konzertgäste und mit dem „Krimi-Puzzle“, einem Medley
der bekannten Filmmusiken zu „Der Kommissar“, „Derrick“, „Miss Marple“, „Kriminaltango“ sowie „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, wurde es so richtig spannend. Dafür heimsten die Instrumentalisten Jubelrufe vom Publikum ein. Das Mambostück „Sway“ von Dean Martin weckte Erinnerungen an schöne Tanzabende.
Ein ganz besonderes Erlebnis war schließlich die Aufführung von „The Typewriter“, bei dem Max Zeig als Solist seine Fähigkeiten an der Schreibmaschine unter Beweis stellte und dadurch für den einen oder anderen Lacher bei den Zuhörern sorgte. Tosender Beifall!
Zum Schluss brachte das Akkordeonorchester Siegerland mit dem „Radetzky- Marsch“ von Johann Strauss (Vater) noch einmal ausgelassene Stimmung aufs Gelände am Schlossgarten-Pavillon. Die Besucher verabschiedeten sich daraufhin mit lautstarkem Applaus.

Bericht mit freundlicher Genehmigung der Siegener Zeitung

Konzert in der Ev. Kirche Hilchenbach (01.03.2020)

Fantastisch und wunderschön

Neuer Dirigent und neuer Konzerttermin: Das Akkordeon-Orchester geht neue Wege.
hmw - „Das ist echt der Hammer“,„fantastisch“, „wunderschön“: Dies waren nur einige der vielen Äußerungen aus dem Publikum zum Jahreskonzert des Akkordeon-Orchesters Siegerland (AOS), erstmals unter der Leitung von Philippe Mascot, am Sonntag in der voll besetzten ev. Kirche Hilchenbach. Neu war auch der Konzerttermin zu Beginn des Frühjahrs (statt wie bisher am 1. Advent).
Der bisherige Dirigent, Wolfgang Hauptmann, hat zum Jahresende 2019 nach 18 Jahren sein Amt niedergelegt. Als Nachfolger konnte Philippe Mascot gewonnen werden. Doch nicht nur das AOS unter neuer Führung war an diesem Sonntag zu hören, sondern als Konzertpartner auch der erst vor einem Jahr gegründete Feuerwehrchor Hilchenbach unter der Leitung von Katharina Kringe. Zeitweise begleitete Verena Grote den Chor auf dem E-Piano.
Unter dem Motto „Eine Reise durch die Welt“ erklangen populäre Melodien aus vielen Genres. Dabei war zu erkennen, dass die Darbietungen des AOS unter Philippe Mascot, dem 2. Europameister auf dem chromatischen Knopfgriff-Akkordeon, eine ganz andere Klangfarbe hatten. Die Begrüßung erfolgte durch Markus Köppen (AOS) und Martin Roth (Feuerwehr Hilchenbach); durchs Programm führte Antje Klein (AOS).
Schon bei „You’ll Be In My Heart“ aus dem Musical „Tarzan“ zogen die versierten Spieler des kleinen, aber feinen Orchesters alle Register ihres Könnens: Spritzig, turbulent, dann wieder verträumt und gefühlvoll. Locker und gefällig folgte der „Libertango“, und mit „Il Postino“ machte man einen rasanten Abstecher in die Filmmusik (zum gleichnamigen Film). In der Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ hörte man regelrecht die Schüsse krachen, wobei Bettina Gerdes schwierige Passagen auf dem Elektronium zu meistern hatte.
Im Anschluss überraschte der Feuerwehrchor Hilchenbach, der viele junge Sänger/innen in seinen Reihen hat, mit dem „Gloria Kanon“, danach „Mach die Augen zu“ und dem sehr bekannten Stück „Im Wagen vor mir“. Unter dem lebendigen und frischen Dirigat von Katharina Kringe wurde dabei das Publikum in ein Meer der Gefühle entrückt.
Es folgte wieder das AOS mit „The Typewriter“ , wobei Max Zeig, jüngster Neuzugang des AOS, die Schreibmaschine klappern ließ. Mit starkem Applaus bedacht wurde später die „New Orleans Suite“, wobei die Fingerfertigkeit der Spieler auf der Diskantseite zum Tragen kam. Zum Abschluss der AOS-Vorträge gab es mit „Oregon“ noch einen Hauch an Westernromantik. – Auch der Feuerwehrchor Hilchenbach präsentierte sehr lebendig „Ich wollte nie erwachsen sein“, „You Raise Me Up“ und endete grandios mit „Ode an die Freude“. Stürmischer Applaus!
Eindrucksvoll dann der gemeinsame Auftritt von AOS und Feuerwehrchor mit „The Lion Sleeps Tonight“ aus dem „König der Löwen“. Der triumphale Abschluss des Konzertes kam dann noch mit dem Satz „Hallelujah“, womit sich das Publikum freilich nicht zufrieden gab. „Gut, dann bringen wir das nochmal“, sagte Philippe Mascot lächelnd, und erst danach verließ die Zuhörerschaft zufrieden die Kirche.
Freuen würde sich das AOS noch über weitere Mitspieler.

Bericht mit freundlicher Genehmigung der Siegener Zeitung
und Hans-Gerhard Maiwald (freier Mitarbeiter)

Orginalbericht als pdf [2.514 KB]

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